Autorinnen und Autoren

Böttger, Gottfried, ist Pianist, Moderator und Honorarprofessor für Digitale Audiotechnik an der Fachhochschule Anhalt. 1955 begann er eine klassische Klavierausbildung; bereits im Kindesalter trat er öffentlich auf. Nach kleineren Musikprojekten in den 1960er Jahren gründete er 1973 zusammen mit Udo Lindenberg die Rentnerband und das bekanntere Panikorchester. Von 1974 bis 2014 war Böttger als Pianist im TV-Talkshowformat III nach 9 auf Radio Bremen zu sehen. Außerdem schrieb er Filmmusik für Fernsehproduktionen wie Tatort und Großstadtrevier. Website: http://www.boettger.net/

Engell, Lorenz, ist Professor für Medienphilosophie an der Bauhaus-Universität Weimar, wo er, zusammen mit Bernhard Siegert, das Internationale Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (Käte Hamburger Kolleg, IKKM) leitet. Er war Gründungsdekan der Fakultät Medien an der Bauhaus-Universität und Prorektor für Studium und Lehre, 2013/14 war er Gastprofessor an der Université Paris 2 (Panthéon). Er ist Mitherausgeber der »Zeitschrift für Medien-und Kulturforschung« (ZMK) und der Schriftenreihe »Film Denken«. Seine Forschungsschwerpunkte sind Philosophie des Fernsehens und namentlich der Serialität, mediale Ontologie und Anthropologie sowie die Theorie kinematographischer Objekte und Motive. Publikationen (Auswahl): Mediale Anthropologie. Hg. mit Christiane Voß, München: Fink 2015; Essays zur Film-Philosophie (zus. m. Oliver Fahle u.a.), München: Fink 2015; Körper des Denkens. Neue Positionen der Medienphilosophie. Hg. Mit Frank Hartmann u.a., München: Fink 2013; Fernsehtheorie zur Einführung. Hamburg: Junius 2012. Website: http://www.ikkm-weimar.de/kolleg/personen/lorenz-engell/

Freyermuth, Gundolf S., ist (Gründungs-) Direktor des Cologne Game Lab der Technischen Hochschule Köln (zusammen mit Björn Bartholdy) und Professor für Media and Game Studies. Von 2004-2014 war er Professor für Angewandte Medienwissenschaften an der ifs internationale filmschule köln, für die er weiterhin nebenberuflich die medienwissenschaftliche Lehre leistet. Er ist Ko-Herausgeber der Schriftenreihe »Bild und Bit. Studien zur digitalen Medienkultur« (zusammen mit Lisa Gotto). Er publizierte Romane, Sachbücher, Essays, Reportagen, Hörspiele, Radiofeatures, schrieb Drehbücher für Spiel- und Dokumentarfilme und führte Regie. Seine Forschungsschwerpunkte sind digitale Audiovisualität, insbesondere Film und Games, sowie Transmedialität und Netzwerkkultur. Publikationen (Auswahl): Games | Game Design | Game Studies. Eine Einführung, Bielefeld: transcript Verlag 2015; New Game Plus. Perspektiven der Game Studies: Genres – Künste – Diskurse. Hg. mit Benjamin Beil und Lisa Gotto, Bielefeld: transcript Verlag 2015; Serious Games, Exergames, Exerlearning. Zur Transmedialisierung und Gamification des Wissenstransfers. Hg. mit Lisa Gotto und Fabian Wallenfels, Bielefeld: transcript Verlag, 2013. Website: www.freyermuth.com

Gaus, Günter, (1929-2004) war Redakteur, Publizist und Politiker. Bereits während des Studiums der Geschichte und Germanistik in München arbeitete er für verschiedene Zeitungen. Später war er u.a. als politischer Redakteur für das Wochenmagazin Der Spiegel (1958-1961) und die Tageszeitung Süddeutsche Zeitung (1961-1965) tätig sowie als Chefredakteur für den Spiegel (1969-1973). Einem breiteren Publikum wurde er durch die Sendereihe Zur Person – Porträts in Frage und Antwort (ZDF, Erstausstrahlung 1963) bekannt, in welcher er Personen des öffentlichen Lebens interviewte, u.a. Konrad Adenauer, Hannah Arendt und Christa Wolf. Als Publizist trat er erstmals 1965 mit Bonn ohne Regierung? Kanzlerregiment und Opposition in Erscheinung, es folgten zahlreiche weitere Veröffentlichungen. 1973 wurde Gaus von dem damaligen Bundeskanzler Willy Brandt zum Staatssekretär ernannt und war von 1974 bis 1981 erster Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR. Publikationen (Auswahl): Widersprüche. Erinnerungen eines linken Konservativen. Berlin: Propyläen 2004; Wendewut. Eine Erzählung. Hamburg: Hoffmann und Campe 1990; Staatserhaltende Opposition oder hat die SPD kapituliert? Gespräche mit Herbert Wehner. Reinbek: Rowohlt 1966.

Gotto, Lisa, ist Professorin für Filmgeschichte und Filmanalyse an der ifs internationale filmschule köln und Professorin für Media und Game Studies am Cologne Game Lab der TH Köln. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bauhaus-Universität Weimar und der Hochschule für Fernsehen und Film München, Akademische Rätin an der Universität Regensburg, Vertretungsprofessorin an der Universität Mannheim und Gastprofessorin an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie ist Ko-Herausgeberin der Schriftenreihe »Bild und Bit. Studien zur digitalen Medienkultur« (zusammen mit Gundolf S. Freyermuth) sowie der Schriftenreihe »Studien zum Theater, Film und Fernsehen« (zusammen mit Renate Möhrmann und Thomas Wortmann). Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschichte und Theorie des Films, Bildästhetik und digitale Medienkultur. Publikationen (Auswahl): New Game Plus. Perspektiven der Game Studies: Genres – Künste – Diskurse. Hg. mit Benjamin Beil und Gundolf S. Freyermuth, Bielefeld: transcript 2015, Jean Renoir (= Filmkonzepte 35). Hg., München: edition text+kritik 2014, Serious Games, Exergames, Exerlearning. Zur Transmedialisierung und Gamification des Wissenstransfers. Hg. mit Gundolf S. Freyermuth und Fabian Wallenfels, Bielefeld: transcript 2013. Website: http://www.filmschule.de/seiten/lehrende-prof-gotto.aspx

Hagen, Wolfgang, ist Professor für Medienwissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg. Zuvor war er Leiter der Kultur- und Musikabteilungen im Deutschlandradio Kultur sowie Leiter der Medienforschung des Deutschlandradios. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte und Theorie des Computers, des Radios, der digitalen Bildlichkeit und der Medien. Publikationen (Auswahl): Das Radiobuch. Zur Theorie und Geschichte des Hörfunks Deutschland/USA, München: Fink, 2005; »Digitalfotografie und Entropie«, in: Stephan Günzel, Dieter Mersch (Hg.): Bild. Ein interdisziplinäres Handbuch, Stuttgart: Metzler, 2014, 267-272; »Ethos Pathos Powerpoint – Zur Epistemologie und (Silicon Valley)-Rhetorik digitaler Präsentationen«, in: Malte Hagener / Vinzenz Hediger:  Medienkultur und Bildung Ästhetische Erziehung im Zeitalter digitaler Netzwerke. Frankfurt: Campus 2015, 177-200. Website: http://www.whagen.de/

Hering, Sabine, ist Patentochter von Wolfgang Menge und emeritierte Professorin für Sozialpädagogik, Gender und Wohlfahrtsgeschichte. Zuvor lehrte sie an der Universität Siegen, an der Goethe-Universität in Frankfurt und an der Freien Universität Berlin. Sie gründete das Archiv der deutschen Frauenbewegung und war Prorektorin der Universität Siegen sowie Gründungsdirektorin des Kompetenzzentrums der Universität Siegen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Frauenbewegung und die Wohlfahrtsgeschichte in Europa. Publikationen (Auswahl): Was ist Soziale Arbeit? Traditionen – Widersprüche – Wirkungen, Opladen: Verlag Barbara Budrich 2013; Geschichte der sozialen Arbeit – Eine Einführung und Ein Quellenband, Weinheim: Juventa Verlag 2013, hg. mit Richard Münchmeier; Social Care under State Socialism (1945-1989) – Ambitions, Ambiguities, and Mismanagement, Opladen: Verlag Barbara Budrich 2009. Website: http://www.bildung.uni.siegen.de/hering

Janke, Hans, ist Publizist und war bis 2009 im ZDF Fernsehspielchef und Stellvertretender Programmdirektor. Zuvor leitete er von 1983 bis 1989 das Adolf-Grimme-Institut. Für seine Medienarbeit erhielt er den Robert-Geisendörfer-Preis, den Hans-Albich-Preis und das Bundesverdienstkreuz.

Luft, Friedrich, (1911-1990) war Theaterkritiker des RIAS Berlin. Er studierte Anglistik, Germanistik und Geschichte an der Universität Berlin und der Universität Königsberg. 1936 begann er als freier Autor für das Berliner Tageblatt und die Deutsche Allgemeine Zeitung zu arbeiten und verfasste außerdem Drehbücher und Texte für den Kabarettisten Werner Finck. 1945 begann Luft seine Arbeit beim neu gegründeten Tagesspiegel und war ab 1947 Feuilletonchef der Berliner Ausgabe der Neuen Zeitung, für die er bis 1955 Theater- und Filmkritiken verfasste. Später folgten Beiträge für die Süddeutsche Zeitung und Die Welt. Bekannt wurde Friedrich Luft als »Stimme der Kritik« in der gleichnamigen Radiosendung, die 1946 ihre Erstausstrahlung im RIAS hatte. Noch wenige Monate vor seinem Tod 1990 moderierte Luft die Sendung, in der er kritisch das aktuelle Theaterprogramm der Berliner Bühnen besprach. Publikationen (Auswahl): Stimme der Kritik. Theaterereignisse seit 1965. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1979; Luftsprünge. Heitere Glossen von Friedrich Luft mit Zeichnungen von Werner Labbé. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1962; Luftballons. Leipzig, Verlag Otto Beyer 1939.

Marx, Gisela, ist Journalistin und Gründerin der filmpool Film- und Fernsehproduktion. Sie studierte Geschichte, Romanistik und Philosophie an der Universität Köln. In den 1980er Jahren moderierte sie gemeinsam mit Wolfgang Menge die SFB-Fernseh-Talkshow Leute. Als Produzentin zeichnet sie für mehrere Fernsehspiele wie z.B. Negerküsse und Spreebogen sowie die Serie Motzki von Wolfgang Menge verantwortlich. Sie ist Autorin und Regisseurin zahlreicher Fernsehdokumentationen zum Thema Entwicklungspolitik. Seit 1999 sitzt sie in der Jury des Bayerischen Fernsehpreises, von 2003 bis 2004 war sie stellvertretende Juryvorsitzende des Deutschen Fernsehpreises. Derzeit ist Gisela Marx als Medienberaterin tätig.

Menge, Marlies, ist freie Journalistin. Von 1977 bis 1990 war sie DDR-Korrespondentin der Hamburger Wochenzeitschrift Die Zeit. Seitdem berichtet sie aus den neuen Bundesländern. Publikationen (Auswahl): Spaziergänge, Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2000; Zurück nach Babelsberg. Blick auf ein vereintes Land, Köln: Kiepenheuer und Witsch, 1996; Städte, die keiner mehr kennt, München: Hanser, 1979.

Münker, Stefan, ist Privatdozent am Institut für Musik- und Medienwissenschaft der Humboldt Universität Berlin und Mitarbeiter eines großen deutschen Medienunternehmens. Im WS 2012/13 war er Fellow am Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) der Universität Stuttgart. Publikationen (Auswahl): Emergenz digitaler Öffentlichkeiten. Die Sozialen Medien des Web 2.0 (Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2009), Philosophie nach dem Medial Turn. Beiträge zur Theorie der Mediengesellschaft (Bielefeld: transcript, 2009), Was ist ein Medium? (hg. mit Alexander Roesler, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2012).

Naumann, Barbara, ist Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Zürich; dort leitete sie auch 2006-2009 das Seminar für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. 1998-2000 war sie Professorin für Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Hamburg; 2002 Erasmus-Gastprofessorin an der Universität Wien; 1994 Gastprofessorin an der University of California, Berkeley. 2016 ist sie als Senior Fellow ans IFK, Wien eingeladen. Sie ist Mitglied des Nationalen Forschungsschwerpunkts Mediality an der Universität Zürich und Herausgeberin der Zeitschrift figurationen. Gender, Literatur, Kultur. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a.: Literatur und andere Künste, Intermedialität in Europäischen Literaturen und bildender Kunst. Publikationen (Auswahl): Bilderdämmerung. Bildkritik im Roman, Basel: Schwabe Verlag 2012; Intermedien. Artistische und kulturelle Dynamiken des Austauschs. Hg. mit A. Kleihues und E. Pankow, Zürich: Chronos Verlag 2010; Ein unendliches in Bewegung. Das Ensemble der Künste im Wechselspiel mit der Literatur bei Goethe. Hg. mit M. Wyder. Bielefeld: Aisthesis Verlag 2012. Website: http://www.phil.uzh.ch/forschung/frauen/naumann.html

Ritzer, Ivo, ist Juniorprofessor für Medienwissenschaft an der Universität Bayreuth, Schwerpunkt »Medien in Afrika«. Er war er u.a. Lehrkraft für besondere Aufgaben am Medienwissenschaftlichen Seminar der Universität Siegen, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Mediendramaturgie und Filmwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Lehrbeauftragter für Medien-, Bild- und Kulturtheorie an der Hochschule Mainz, externer Reviewer für Theatre, Film and Television Studies an der University of Glasgow, DAAD-Gastprofessor an der Universität Zürich, Gründer und Sprecher der AG Genre Studies innerhalb der Gesellschaft für Medienwissenschaft. Publikationen (Auswahl): Transmediale Genre-Passagen: Interdisziplinäre Perspektiven, Wiesbaden: Springer VS 2015; Wie das Fernsehen den Krieg gewann: Zur Medienästhetik des Krieges in der TV-Serie, Wiesbaden: Springer VS 2015; Classical Hollywood und kontinentale Philosophie, Wiesbaden: Springer VS 2015. Website: https://medienwissenschaft.uni-bayreuth.de/menschen/prof-dr-ivo-ritzer/

Rohrbach, Günter, studierte Germanistik, Philosophie und Psychologie und promovierte 1957 über Grimmelshausen. Anschließend arbeitete er vor allem als freier Filmkritiker, u.a. für die Zeitschrift Filmkritik. 1961 kam er zum WDR und wurde dort vier Jahre später Fernsehspielchef und Mitte der siebziger Jahre auch Unterhaltungschef. In dieser Zeit verantwortete er Hunderte von Fernsehspielen, u.a. auch mehrere mit Wolfgang Menge. 1979 wurde er Geschäftsführer der Bavaria Film und produzierte dort u.a. Fassbinders Berlin Alexanderplatz, Das Boot, Schtonk, die Schimanski-Filme, die Loriot-Filme. Danach war er als freier Filmproduzent tätig, so für Die Apothekerin, Aimee & Jaguar, Die weiße Massai, Anonyma. Er war Mitbegründer der Deutschen Filmakademie und zusammen mit Senta Berger ihr erster Präsident. Rohrbach erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so den Deutschen Filmpreis (mehrfach) den Bayerischen Filmpreis (mehrfach), den Filmpreis der Stadt München, mehrere Oscar-Nominierungen.

Ruchatz, Jens, ist Professor für Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Audiovisuelle Transferprozesse an der Philipps-Universität Marburg. Zuvor war er Stipendiat am Graduiertenkolleg »Intermedialität« an der Universität-GH Siegen; wissenschaftlicher Mitarbeiter im Teilprojekt »Zur Diskursgeschichte der Medien: Gesellschaftliche Selbstbeschreibungen in Mediendiskursen der DDR und der BRD« am Forschungskolleg Medien und kulturelle Kommunikation der Universitäten Aachen, Bonn und Köln; wissenschaftlicher Assistent und Akademischer Rat am Institut für Theater- und Medienwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er ist Ko-Herausgeber der Zeitschrift medienwissenschaft: rezensionen/reviews. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind: Geschichte und Theorie serieller Formen in den Medien; Star und Celebrity; Theorie und Geschichte der Fotografie; Medialität und Visualität der Zeitschrift; Mediendifferenz und Medienbeziehungen. Publikationen (Auswahl): Die Individualität der Celebrity. Eine Mediengeschichte des Interviews, Konstanz: UVK 2014; Medienreflexion im Film. Ein Handbuch. Hg. mit Kay Kirchmann, Bielefeld: transcript 2014; Mit Telemann durch die Fernsehgeschichte. Kommentare und Glossen des Fernsehkritikers Martin Morlock. Hg. mit Christina Bartz, Bielefeld: transcript 2006. Website: https://www.uni-marburg.de/fb09/medienwissenschaft/institut/lehrende_medwiss/ruchatz

Schmid-Ospach, Michael, studierte Germanistik und Psychologie an der Universität zu Köln. Nach dem Abschluss wurde er Leiter des Feuilletons bei der Westdeutschen Rundschau in Wuppertal. Im Anschluss war er stellvertretender Leiter der Redaktion Kirche und Rundfunk des epd und medienpolitischer Berater des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Heinz Kühn. Danach war er Sprecher der ARD und durchlief diverse Positionen innerhalb des WDR, u.a. die des stellvertretenden Fernsehdirektors. Zudem betätigte er sich von 1998 bis 2001 als Moderator der ARD-Sendung Kulturweltspiegel. Von 1992 bis 2001 war Michael Schmid-Ospach Vorsitzender des Aufsichtsrats der Filmstiftung NRW, von 2001 bis 2010 Geschäftsführer der Filmstiftung NRW. Neben dieser Tätigkeit war er Mitglied im Verwaltungsrat der FFA, im ZDF-Fernsehrat und in der deutsch-französischen Filmakademie. 2006 wurde er zum Honorarprofessor an der FH Düsseldorf ernannt.

Schneidereit, Carmen, ist Künstlerin und Gestalterin für interaktive Medien. Sie studiert Digital Games am Cologne Game Lab der TH Köln und ist studentische Hilfskraft im Fachgebiet Media and Game Studies. Vor ihrem Studium der digitalen Spiele studierte sie Rechtswissenschaften an der Universität Münster mit dem Schwerpunkt IT- und Medienrecht.

Schreiber, Hermann, ist Journalist und Publizist. Von von 1952 bis 1964 arbeitete er als Redakteur für die Stuttgarter Zeitung. 1966 erhielt er für seine journalistische Arbeit den Theodor-Wolff-Preis. Es folgten Beschäftigungen bei dem Wochenmagazin Der Spiegel sowie der Monatszeitschrift Geo, die er bis 1992 als Chefredakteur leitete. Schreiber publizierte zahlreiche Bücher zu Politik und Zeitgeschichte, darunter Biographien von Willy Brandt, Gustav Heinemann und Henri Nannen. Bis 1993 ko-moderierte er regelmäßig die NDR Talk Show. Seit 2006 ist er auch als Schauspieler tätig. Publikationen (Auswahl): Kanzlersturz. Berlin: Ullstein 2005; Henri Nannen. München: C. Bertelsmann 1999; Islam. Hamburg: Gruner & Jahr 1991.

Sylvester, Regine, ist Journalistin, Drehbuchautorin und Regisseurin, u. a. Die Alleinseglerin (Drehbuch, 1987), Fiftyfifty. Ostberliner Frauen ein Jahr nach der Wende (Drehbuch und Regie, 1990). 1992 war sie stellvertretene Chefredakteurin der Wochenpost, 1995 leitete sie das Berliner Büro des stern, von 1996 bis 2009 war sie leitende Redakteurin der Berliner Zeitung. Für ihre journalistischen Leistungen wurde sie mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Publikationen (Auswahl): Vorgeschriebene Flughöhe (2002), Soll man so leben? (2002) und Bis hierher. Und wie weiter? (2007).

Wick, Klaudia, ist als Leiterin der Abteilung »Audiovisuelles Erbe Film und Fernsehen« der Deutschen Kinemathek für den Bereich »Fernsehen« verantwortlich. Zuvor arbeitete sie 16 Jahre lang als Fernsehkritikerin und Autorin, bis 2015 war sie Leiterin des Fernsehfilm-Festivals Baden Baden. Für ihre Texte zum Fernsehen erhielt sie 1997 den Deutschen Preis für Medienpublizistik. Publikationen (Auswahl): Ein Herz und eine Seele. Wie das Fernsehen Familie spielt. Freiburg: Herder Verlag 2007; Je später der Abend. Über Talkshows, Stars und uns. Freiburg: Herder Verlag 2005; Leben und leben lassen. Die Realität im deutschen Unterhaltungsfernsehen. Konstanz: UVK 2003. Website: http://www.klaudia-wick.de

Witte, Gunther, arbeitete nach dem Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft zunächst als Theaterdramaturg, bis er 1962 zum Fernsehen wechselte. Von 1979 bis zu seiner Pensionierung 1998 war er Fernsehspiel-Chef des Westdeutschen Rundfunks. In seiner Verantwortung entstanden zahlreiche Projekte, die Fernseh- und Kinogeschichte geschrieben haben, darunter Die Dubrow-Krise (Autor: Wolfgang Menge, Regie: Eberhardt Itzenplitz), Fassbinders Berlin Alexanderplatz und die Heinrich-Böll-Verfilmung Die verlorene Ehre der Katharina Blum (Regie: Volker Schlöndorff). Gunther Witte ist Erfinder der ARD-Krimi-Reihe Tatort. 2001 wurde er mit der »Besonderen Ehrung des Adolf-Grimme-Preises« für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Er ist Ehrenmitglied der Deutschen Filmakademie und Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.